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Gardi Hutter (CH)

07.08.2018

Eine hungrige Maus beobachtet sehnsüchtig durch ein Fern-ofen-rohr einen runden Käse, der so nah und doch so unereichbar ist: er hängt in einer Mausefalle! Die Ahnenbilder, die am Fallenrahmen hängen, sind der Maus  Warnung genug, sich nicht leichtsinnig "ihrem Liebsten" hinzugeben. Mit Beharrlichkeit und List schafft sie es dennoch, sich "Käseessenz" zu besorgen, ohne dass die Falle zuschnappt.
"Käseessenz"…schon der Geruch macht ihr weiche Knie. Sie ist süchtig. Sie will mehr, mehr….ein Fondue!!
Ihre Gier macht sie unachtsam. Plötzlich steht sie in der Falle. Ihre Seele flattert schon höhenwärts. Doch die Falle schnappt nicht zu. Sie hat Rost angesetzt.
Jetzt kann das schöne Leben im "Einfallenhaus" beginnen! Die "Wohlstandsmaus" richtet sich häuslich in ihrem Paradies ein: Schaukel, TV, Blumen, Fahne: alles Käse!
Sie ist dick geworden, träge. Langeweile schleicht sich ein. Ihre Träume schmecken verstaubt. Auch das intensivste Putzprogramm kann den aufkommenden Ärger nicht ersticken.
Dann sieht sie den goldenen Mond am Himmel: "So ein Käse!!!"
Was dem Mensch das Gold, ist der Maus der Käse. Hier der Goldrausch, dort das Käsefieber. Beider Leben sind hindernissreiche Rennen nach Gold, Geld oder Käse. Dabei riskieren sie oft Kopf und Kragen.Und wenn sie es schaffen viel davon anzuhäufen, wird die Hauptsorge, wie sie das Erworbene erhalten, schützen und vermehren – und sich gleichzeitig alle Träume erfüllen können ….und da beisst sich der Teufel in den Schwanz. Die Maus auch...