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Matthias Egersdörfer

13.08.2021

Gehen sie durch die große Eingangstür des Mietshauses, dann geradeaus weiter durch das Tor. Jetzt stehen Sie im Hinterhof, links neben Ihnen die Abfalleimer. Schreiten Sie am besten zügig weiter, rechts herum, vorbei an der alten Kastanie, die ihre Äste in das bisschen Himmel reckt. Gleich dahinter befindet sich der Eingang zum Hinterhaus. Über ein schmales Treppenhaus kommen Sie in den zweiten Stock. Vor Ihnen befindet sich eine rote Eingangsstür. Dahinter haust der Egers mit der Frau. Treten Sie ein!

Hinten in der Wohnung, da liegt er im Bett und träumt seine lustigen Nachrichten. Kommen Sie mit in die Küche, da hat er gerade ein Käsebrot gegessen, man kann den Käse noch riechen. Jetzt lehnt er sich zum Küchenfenster hinaus. Sie können ihm direkt über die Schulter blicken. Man hört die alte Frau Schlitzbier aus dem Vorderhaus husten. Einen Stock darunter plärren die Bahulgenkinder und die Kindsmutter; es geht um die Feuerkäfer vom Bub, die im Bett herumlaufen, sie plärren so laut, dass einem schier die Synapsen aus dem Ohr herausfallen. Schnell schließt der Egersdörfer das Fenster wieder, und da hat er Sie entdeckt.

Doch Sie brauchen keine Angst zu haben, er tut Ihnen nichts. Er kocht Ihnen sogar einen Kaffee. Sie müssen sich nur zu ihm an den Küchentisch setzen und ihm zuhören. Schon erzählt er Ihnen, was es mit dem Husten und den Käfern auf sich hat und und und. Er ist ein guter Erzähler und Sie das perfekte Publikum.